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Wilder Westen im Überwald PDF Drucken E-Mail

Carneval-Club Affolterbach: Für zwei Fastnachtssitzungen wird der Wilde Westen im Überwald wieder lebendig Cowboys mit großen Hüten, heiße Indianerinnen, Live-Gesang, das Männerballett sowie weitere Tanzdarbietungen und Büttenreden, die mit Gags gespickt waren, brachten bei den Fastnachts-Sitzungen des Carneval-Club

Affolterbach (CCA) an den beiden vergangenen Samstagen tolle Stimmung in die Peter-Heckmann-Halle. Für einen spektakulären Auftakt sorgte dabei Gerald Kadel mit seiner Feuer speienden Trompete und der Winnetou-Melodie.  Zwei Indianer (Norbert Gölz I. und II.) hatten ihren Zuhörer einiges zu erählen. So berichtete der eine, gestern sei im Saloon ein Falschspieler erschossen worden. Erkundigte sich der andere „Skat oder Würfeln“, Antwort: „Nein, der am Klavier.“ Mit einem schwungvollen Tanz beeindruckten die Indianerinnen ihr Publikum, dann wurde aber scharf geschossen und sie suchten rasch Deckung.  So übernahmen die „Hämpelmens“ die Regie auf der Bühne und stimmten „Glory, Glory, Hallelujah“ an. Mit dem Vorschlag, seine Schwester zu heiraten, setzte der eine Indianer das Zwiegspräch fort. Diese (Susanne Hofmann-Rettig) winkte aber nur ab und sang „Ich will nen Cowboy als Mann“. Zur Bonanza-Melodie stürmten die Cowboys mit den großen Hüten auf die Bühne und zeigten einen Tanz. Gemeinsam mit den Akteuren auf der Bühne stimmten die Besucher dann „Komm, hol das Lasso raus“ an.

Die Trompete brennt: Gerald Kadel hatte für Ohren und Augen
gleichermaßen etwas zu bieten. Seine Fanfaren rahmten die
Fastnachtssitzung des CCA ein. Bilder: Kopetzky


Die Hämpelmens rocken

Weiter ging es mit einem Western-Medley der Hämpelmens, in dem unter anderem „Oh my Darling, Caroline“, „Oh Susanna“ und „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ zu hören waren. Kurz vor dem Ende folgte ihr zweiter Auftritt mit verschiedenen Stücken.  Sancho und Pancho (Sascha Damerow und Ralf Fiederlein) hatten in ihrer Büttenrede viele „Weisheiten“ parat. Ein Urlaubsreicht: „Die haben meine Frau zur Schönheitskönigin gewählt, da kannst du dir vorstellen, was das für ein Kaff war.“  Mit dem Auftritt des Gardeballetts bot die Sitzung auch eines der traditionellen Fastnachts-Elemente. Die jungen Tänzerinnen boten eine gelungene Choreografie zu einem musikalischen Medley. Zwei Farmersfrauen (Evelyn Gölz und Birgit Zwerenz) beklagten sich über ihre Männer, die schon wieder im Saloon hocken. „Die haben wieder Kreuzworträtsel-Tag“, meinte die eine. „Sie gehen senkrecht rein und kommen waagerecht wieder raus.“  „Dann geh doch“, hieß es einmal mehr bei Fritz Bracken und Eugen Kohl. Mit der gelungenen Idee von der putzenden Hausfrau, die ihren Mann zum Teufel jagen will, ernteten sie auch diesmal wieder zahlreiche Lacher. „I got a feeling“ setzten die Tänzerinnen der „Youngstars“ anschließend in Szene. Die Nachwuchsformation bewies bei ihrer Bühnenpremiere, dass sie schon viel drauf hat. Die Squaw „Versoffenen Eule“ entpuppte sich als „Eulalia Schippenstiel“ (Sitzungspräsident Norbert „Jimmy“ Gölz). In Hollywood habe sie an einem Casting teilgenommen, bei dem sie auf einem Gaul reiten musste – das Pferd wurde genommen.

Saloon-Schönheiten

Zum Song „The rhythm of the night“ tanzte das Männerballett. Der Sheriff und seine Saloon-Schönheiten wurden mit rhythmischem Klatschen und lautem Jubel kräftig angefeuert. Die „Tänzerinnen“ zeigten stellenweise regelrechte akrobatische Meisterleistungen.  Medizinmann „Schwarzer Adler“ tanzte wild um sein Lagerfeuer, bis die Squaw Leichte Feder auftauchte. Sie erzählte dem Medizinmann, sie mache jetzt zwei Diäten und erläuterte auf die Frage, warum zwei: „Weil ich von einer nicht satt werde.“ Dann kamen mit „Sprudelnde Quelle“ und „Weiße Riesin“, weitere Squaws. Und so entwickelte sich ein heiteres Gespräch mit zahlreichen Pointen.  Der nächste Programmpunkt entführte die närrische Schar in das schöne Tal der Schoschonen. Mit „Der Schuh des Manitou“ präsentierten die „Bläck Angeles“ einen Tanz zu einem der populärsten deutschen Filme. „Schoschonen wohnen so schön“ wurde dabei unter anderem in Szene gesetzt und Abahatschi durfte natürlich ebenso wenig fehlen wie die Barschönheit Uschi und einige Bösewichte. Wundervolle Kostüme, wie bei allen Programmpunkten, trugen ihren Teil zur grandiosen Wirkung bei.

Dino wird gefordert

Mit lauten Rufen forderte das Publikum „Dino“ (Norbert Gölz II). Bei einem Besuch in den USA habe er Arbeit gesucht, da habe der Chef ihm erklärt, er bekomme im Monat 800 Dollar, das werde später mehr. Da habe er gesagt: „Dann komme ich später wieder.“ Schließlich habe er in einem Beerdigungsinstitut einen Job gefunden. Einem Kunden habe er versprechen müssen, dass er ihm sein ganzes Geld mit in den Sarg lege. Das habe er auch gemacht, das Bargeld habe er auf sein Konto eingezahlt und ihm einen Scheck unter das Kissen gelegt. Im abschließenden Showteil stimmte Susanne Hoffmann-Rettig „Am Schießeisen beißt keiner an“ aus dem Muscial „Anni get your gun“ an.  Und dann demonstrierte ein Friseur aus der wirklich wilden Zeit des Westens, wie man vier Kunden auf einmal rasieren kann. Mit einer Kleisterbürste wurde der Rasierschaum großzügig verteilt, anschließend mit einem Fensterabzieher wieder beseitigt.  Den krönenden Schlusspunkt setzte Gerald Kadel mit „Everything I do, I do it for you“ von Bryan Adams auf der Feuertrompete. Und damit schloss sich der Kreis. Als Zugabe stimmte er noch „Du“ an. Beim großen Finale trafen sich dann alle Akteure noch einmal auf der Bühne und verabschiedeten sich vom Publikum, das sie begeistert feierte.
Ein „Dino“ in der Bütt: Norbert Gölz II nahm die Gäste mit
auf seinen haarsträubenden Trip in die USA.


Die Hämpelmens: Horst Adam, Dieter Vollmer, Helmut Marneth, Harald Öhlenschläger, Christian Körner, Alexander Wetter, Joachim Wagner, Klaus Ebert und Jörg Rettig. Leitung Susanne Hoffmann Rettig.

Tanz Indianerinnen: Heike Zecher, Daniela Meis, Yvonne Stadler, Janina Sattler, Katharina Gölz, Dana Sattler, Lena Hufler und Eileen Meis.


Die Cowboys mit den großen Hütten: Timo Sattler, Andreas Müller, Bernd Rettig und Manuel Keil.


Gardeballett: Anna Dell, Teresa Klieber, Jana Schwarz, Melanie Hoffmann, Nadine Seeberger, Saskia Kunkel und Kathrin Müller.


Youngstars: Annika Heldmann, Elisa Essig, Elena Trautmann, Janina Blanco, Melanie Rohr, Vera Müller, Svenja Scheuermann und Saskia Hein. Leitung Daniela Meis und Marion Trautmann.


Männerballett: Manuel Keil, Timo Sattler, Simon Planicka, Andreas Müller, Bernd Rettig, Dennis Gast, Marco Unrath, Pascal Seeberger und Patrick Hauschild. Leitung Doris Unger und Carola Steinmann.


Medizinmann: Bodo Rettig, Alice Rettig, Carola Steinmann und Romy Öhlenschläger.


Bläck Angeles: Janina Sattler, Nadine Gölz, Susanne Wild, Nina Fitzer, Julia Tögel, Miriam Sauer, Anna Unger, Frank Sattler, Matthias Fitzer und das Gardeballett.


Showteil Rasieren: Simon Planicka, Marco Unrath, Friseur Heinz „Eddi“ Müller, Assistentin Nadine Seeberger.

Quelle: www.wnoz.de