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Die Chronik der Sportvereinigung Affolterbach

Schon nach dem ersten Weltkrieg 1914/18 war die sportliche Betätigung in unserem Dorfe sehr groß. Unsere Jugend hatte sich zur damaligen Zeit dem Turnsport verschrieben.

Sicherlich haben die wirtschaftlichen Verhältnisse dazu geführt, dass der Turnsport bereits Mitte der 20er Jahre nicht mehr so ausgeprägt fortgeführt werden konnte, zumal der Fußballsport immer mehr Einzug in die Vereine hielt. So mag es auch gekommen sein, dass der Turnverein Affolterbach sich wieder auflöste.

Als in den späten 20er Jahren eine Weltwirtschaftskrise bereits ihre Schatten voraus warf und die Arbeitslosigkeit von Tag zu Tag fortschritt, so dass bei vielen Familien kaum das Nötigste zum Leben vorhanden war, setzte man in Affolterbach den Gedanken in die Tat um, wieder einen Sportverein zu gründen.

Unter seinem 1. Vorsitzenden Peter Schork wurde am 28. September 1928 das tragfähige Fundament für den neuen Aufbau des Vereins, der den Namen „Sportvereinigung Affolterbach“ erhielt, gelegt. Es war ein harter Beginn für unsere Jugend in jener Zeit, in der der Lebensstandard auf ein Mindestmaß herabgedrückt war. Trotzdem gelang es dem opferbereiten Einsatz aller Gründer, den jungen Verein nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln und zu stärken.


So spielte unsere Mannschaft in den folgenden Jahren auf vielen Sportplätzen zwischen Rhein, Main und Neckar und machte den Namen unseres Heimatortes über unsere Grenzen hinaus bekannt. Ein eigener Sportplatz war allerdings nicht vorhanden. Da bewiesen die Nachbarvereine Wald-Michelbach und Aschbach ihre Kameradschaft und stellten ihren Sportplatz für unsere Heimspiele zur Verfügung. Verständlicherweise war der sehnlichste Wunsch, einen eigenen Sportplatz zu haben, nicht mehr zu verdrängen. Erst im Jahre 1930/ 31 waren all die schwierigen Verhandlungen mit der Gemeinde, der Forstbehörde und anderen Ämtern erfolgreich zu Ende geführt, und es stand fest, dass ein neuer Sportplatz am östlichen Ortsausgang in Richtung Olfen, auf dem „Säuwasen“ gebaut wird.

Im Jahre 1930 wurde Jakob Sattler III 1. Vorsitzender des Vereins und konnte nun nach den bereits geleisteten Vorarbeiten mit seinen Helfern im Vorstand und den Mitgliedern das Unternehmen Sportplatzbau energisch vorantreiben. Im Gemeinderat setzten sich die Sportidealisten durch, und die Gemeinde unterstützte fortan das große Vorhaben durch Überlassung des Platzes, durch Notstandsprogramme und nicht zuletzt durch die Bezahlung so mancher Rechnung. Mehr als 1400 Tagewerke (14000 Arbeitsstunden) wurden in freiwilliger Arbeit geleitet. Viel Schweiß ist in dieser Sportplatzerde verronnen, aber auch viele frohe Stunden halfen mit, diese große Gemeinschaftsarbeit zu vollenden.

So konnte im Herbst 1932 der neue Sportplatz seiner Bestimmung übergeben werden. In einem Festzug, an dem sich die ganze Bevölkerung beteiligte, zog man zum Sportplatz, der Stätte unserer Sport treibenden Affolterbacher Jugend, der wohl einer der schönsten im weiten Umkreis war.



Im Jahre 1933 hatte auch unser Verein, als Folge der politischen Verhältnisse, eine Änderung hinzunehmen. Ab dem 26.04.1933 wurden wir in „Sport- und Turnverein Affolterbach“ umgewandelt. Der Vorsitzende hatte damals keinen leichten Stand, zumal in jener Zeit dem Sportbetrieb vielerlei vorgegeben wurde.

Der zweite Weltkrieg 1939 bis 1945 brachte das Vereinsleben nach und nach zum Ruhen. Dieser unselige Krieg riss große und schmerzliche Lücken in unsere Reihen. Viele unserer Sportkameraden mussten ihr Leben lassen.

Es war nicht einfach, nach Kriegsende die Fortführung des Vereins wieder aufzunehmen. Die Besatzungsmacht hatte die Zusammenschlüsse von Personen untersagt und erst nach schwierigen Verhandlungen konnte erreicht werden, dass unser Verein ab dem 28. September 1945 wieder unter seinem Gründungsnamen „Sportvereinigung Affolterbach“ auftreten konnte. So konnte vor allem die Jugend wieder Fußball spielen. Sportkamerad Peter Schork wurde wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. In der folgenden Zeit war es nicht leicht, den Zusammenhalt zu vertiefen und den Verein neu aufzubauen. Hier halfen sportliche Kameradschaft und persönlicher Einsatz über große Schwierigkeiten hinweg. Man fand immer einen Weg zur Lösung; die Not machte erfinderisch.

Der Verein konnte sich trotz aller Wiederstände gut entwickeln und die Fußballmannschaft konnte mit beachtenswerten Leistungen aufwarten. In der Gruppe Odenwald konnten wir im Jahre 1947 mit der 1. Mannschaft die Kreismeisterschaft Bergstraße in der B-Klasse erringen und in die A-Klasse des Sportbezirkes Darmstadt aufsteigen. In den folgenden Jahren brachten Spieler und Verein große Opfer. Es stand kein Fahrzeug zur Verfügung, um leicht und bequem zum gegnerischen Verein zu kommen. Bei jedem Wetter wurden die Sportplätze der Gegner oft nur mit dem Fahrrad erreicht. Ob in Urberach, Langen, Darmstadt, Erbach, Pfungstadt oder in Heppenheim überall waren wir gern gesehene Gäste. Unser besonderer Stolz bestand damals darin, dass wir im Fußball-Sportbezirk Darmstadt als einzige Mannschaft über einen Zeitraum von fast 4 Jahren keinen Spieler des Feldes verwiesen bekamen.

Bei der A-Klassenaufteilung nach geographischen Gesichtspunkten unter Beschränkung auf die einzelnen Kreise, fehlten uns am Schluss zwei Punkte, um als dritter Verein in die Bezirksklasse aufzusteigen. Fünf Jahre kämpften wir mit wechselndem Erfolg in der A-Klasse.

Im Spieljahr 1951/52 mussten wir trotz größter Anstrengungen wieder in die B-Klasse absteigen. Der Verein musste auf seinen noch unerfahrenen Nachwuchs zurückgreifen, da einige Spieler zum SV Waldhof, Darmstadt 98 oder 09 Weinheim wechselten. Die folgenden Jahre waren daher der Aufbauarbeit gewidmet. In der Saison 1952/53 wurde die Meisterschaft in der B-Klasse Gruppe Odenwald erkämpft.

Da aus finanziellen Gründen kein Trainer verpflichtet werden konnte, wirkte sich dies in den nachfolgenden Jahren sehr nachteilig auf den Spielbetrieb aus. Obwohl sich aus den eigenen Reihen Spieler und Vorstandsmitglieder in selbstlosem Einsatz zur Verfügung stellten, ging es mit den spielerischen Leistungen abwärts. Hinzu kam, dass sich um 1960 ein starker Spielermangel bemerkbar machte, nachdem ältere Spieler abgetreten waren und die Zwischengeneration noch fehlte. So mussten wir den Spielbetrieb im Jahre 1960/61 ausschließlich auf die Jugendmannschaften beschränken. Es erfolgte im Jahre 1961/62 eine neue Klasseneinteilung durch den Verband, indem die C-Klasse eingeführt wurde. So waren wir dann wieder in der untersten Spielklasse eingestuft. Der volle Spielbetrieb mit der 1. und 2. Mannschaft, einer C-Jugend und einer A-Jugend sowie der AH - Mannschaft konnte ab 1962 wieder aufgenommen werden.

Das Jahr 1965 war erneut ein Markstein in unserer Vereinsgeschichte. An Pfingsten wurde die neue Sportanlage ihrer Bestimmung übergeben. Der schön gelegene Sportplatz am östlichen Ortsausgang war dem Straßenbau zum Opfer gefallen und eine neue Sportanlage musste geschaffen werden. Am Westausgang von Affolterbach hat die Gemeinde das Gelände angekauft und zur Verfügung gestellt.

Zum Planieren und Aufschütten des Talgeländes gegen Kocherbach, wurde die amerikanische Armee eingesetzt. Mit ihren schweren Traktoren, Geräten und mit Bedienungsmannschft führten sie die Arbeiten kostenlos durch.



Durch die finanzielle Mithilfe der Gemeinde, sowie des Rot-Weißen Sportförderungsprogrammes des Landes Hessen war die Entstehung der neuen Sportstätte gesichert. Geldspenden und persönlicher Einsatz vieler Mitglieder waren darüber hinaus erforderlich, dass dieses Werk gelingen konnte. Das neue Sportgelände umfasst 33522 qm, so dass hier eine Sportanlage mit vielen Möglichkeiten entstehen konnte.

Bereits im Jahre 1966/67 haben wir aus eigenen Mitteln den Sportplatz mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. Diese Einrichtung erwies sich als segensreich, da ständiges Training zwangsläufig zu Erfolgen führte. Unsere Jugendmannschaften nahmen in dieser Zeit einen festen Platz in der Spitze der Odenwald-Jugendmannschaften ein, und auch die Seniorenmannschaften vollbrachten gute Leistungen, ohne jedoch den Wiederaufstieg in die nächsthöhere Spielklasse zu schaffen. Das angestrebte Ziel, zum 50-jährigen Jubiläum die Meisterschaft zu feiern, endete aber wiederum mit dem Los des Nichtaufsteigers.



Unsere Jugendmannschaften hingegen waren in dieser Zeit erfolgreicher. So konnte die C-1 Jugend im Spieljahr 1971/72 und 1974/75 die Meisterschaft in der Gruppe Überwald und die B - Jugend 1972 / 73 erringen.

Im Jahre 1980 konnte unser Sportplatz endlich renoviert werden, indem er DIN - gerecht hergestellt und mit einer neuen Tennendecke versehen wurde. Mit Hilfe von Zuschüssen des Landes und Kreises, bewerkstelligte dann die Gemeinde Wald-Michelbach diese Maßnahme mit einem Kostenaufwand in Höhe von 225.000,-- DM. Auch waren wir informiert worden, dass der Bau einer Trainingshalle von der obersten Bauleitung beim Regierungspräsidium in Darmstadt nicht mehr bekämpft wurde und somit die eingereichte Planung weiter vorangetrieben werden konnte. Dass wir dann an Eigenleistung wieder manches zu leisten hatten, war jedem Verantwortlichen unseres Vereins klar.

Der Übergang auf ein junges Führungsgremium wurde kontinuierlich vorgenommen und konnte reibungslos ablaufen.
So wurde Norbert Gölz I 1984 zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Er übernahm den Vorsitz von Peter Heckmann, der 31 Jahre als 1. Vorsitzender fungierte und heute Ehrenvorsitzender des Vereins ist. Norbert Gölz I war der 4. Vorsitzende unseres Vereins. Dies zeichnet einen Verein sicherlich aus, ein gutes Gemeinschaftsleben gepflegt zu haben, ohne innere Querelen und tief greifende Streitigkeiten.

Der von uns lang gehegte Wunsch, eine eigene Trainings- und Gymnastikhalle zu haben, konnte rechtzeitig zum 60. Jubiläum unseres Vereins am 14.10.1988 in Erfüllung gehen. Nach einer langen Planungsphase und Abwägung aller Finanzierungsmöglichkeiten, konnten wir am 30. April 1988 mit dem Bau dieser Sporthalle beginnen. Natürlich war die Hilfe der Gemeinde erforderlich um im Bauleitplanverfahren die Genehmigungen für die Erstellung dieser Sporthalle an das bestehende Umkleidegebäude zu erreichen.




Heute nun, 15 Jahre nach dem Baubeginn, können wir feststellen, dass unsere örtliche Gemeinschaft die Trainings- und Gymnastikhalle lieb gewonnen hat, wohlwissend, dass diese herrliche sportliche Einrichtung insbesondere unserer Jugend in vielfältiger Weise dient.
An dieser stelle wollen wir es nicht versäumen unserem langjährigen Vorstandsmitglied Lothar Schwöbel für die vorbildliche Betreuung der Sporthalle zu danken.
Für Mehrfachzwecke haben wir den Sporthallenboden mit einem sportgerechten Schwingboden versehen und einen elektromotorisch betriebenen Hallen-Trennvorhang eingebaut. Für die kulturellen- und auch für die Karnevals-Veranstaltungen wurde die Bühne mit einem Vorhang versehen, die Hallenwände wurden mit Holz (Holz aus unserem Gemeindewald) verkleidet.

Für die Ausgabe von Getränke und Speisen wurde der Küchentrakt konzessionsgerecht hergestellt. Die Duschvorrichtungen im sportlichen Umkleidebereich wurden mit wassersparenden Duschköpfen versehen. Seit 1990 ist eine Zwei-Bahnen-Kegelbahn in Betrieb, die von mehr als 20 Clubs oder Gemeinschaften genutzt werden und damit eine echte Begegnungsstätte für unsere Bürger geworden ist. Im Untergeschoss ist auch unsere Vereinsgaststätte in schönem rustikalem Stil mit einem großen Tagungsraum und unserem Vereinsbüroraum untergebracht. Aber auch im Außenbereich wurde mit freiwilliger Leistung unserer Spieler und Mitglieder die Verlegung von Verbundsteinen, die Fertigstellung des Hallenvordaches und des „Feldherrenhügels“  bewältigt.

Im Rahmen unserer traditionellen Pfingstveranstaltungen im Jahre 1993 konnte unsere Frauengymnastik-Abteilung ihr 25jähriges Bestehen feiern. Frau Irene Hufler übernahm nach Frau Türk im Jahre 1988 die sportliche Leitung und steht ihr bis zum heutigen Tag als Übungsleiterin vor.

Im Jahre 1994 wurde Bodo Rettig zum 1. Vorsitzenden gewählt und löste damit Norbert Gölz I ab, der auf eigenen Wunsch hin nicht mehr kandidierte.
Norbert Gölz I allerdings blieb Präsident unserer karnevalistischen Einrichtung CCA, die er im Jahre 1978 gründete und diese bis heute – 25 Jahre – mit großem Erfolg leitet und organisiert.

Im Jahre 1989 gründete Thomas Michel unsere Modellfluggruppe, die auf einem angemieteten Platz dem „Bellerschd“ den faszinierenden Freizeitsport betreibt.

Unsere Kindersportgruppe und die Kindergymnastik des Vereins „Eltern-Initiative Kindergruppe Schwarzer Peter“ sind seit 1988 Partner der Initiative „Mehr Bewegung in den Kindergärten“. Ingrid Autor, Erzieherin und ausgebildete Übungsleiterin des LSB, betreut diese Gruppe nun schon 15 Jahre. In unseren Kindersportgruppen „Spiel-Spaß-Bewegung“ sind in 5 Gruppen mehr als 70 Kinder durch ehrenamtlich tätige Personen betreut. Diese Kindersporttätigkeit ist auf breiter Basis besonders belobigt und so wurde unserem Verein und unserer Übungsleiterin durch den Hessischen Minister des Inneren und für Sport und der Sportjugend Hessen in einer Feierstunde am 29.03.2003 in Frankfurt/Main eine besondere Auszeichnung zuteil.

Seit 1982 haben unsere Jugendabteilung und die des Vereins AS Monthois/Ardennen in Frankreich die Partnerschaft beschlossen. Alljährlich kommt es bei internationalen Jugendfußballturnieren zur sportlichen Begegnung. Mit dieser Partnerschaft sind Freundschaften entstanden, die der Völkerverständigung dienen, welche die Jugend unserer Länder Frankreich und Deutschland zusammenführen.

Auf die sportlichen Erfolge unserer Fußballabteilung, der 1. Mannschaft, der Reserve-Mannschaft, der AH - Mannschaft und ganz besonders auf die der Jugend, können wir stolz sein. Unser Verein und alle unsere Mannschaften erhielten in Presseberichten lobende Anerkennung, insbesondere im Jahre 1979: Der Fairness-Preis des Fußballkreises für die 1. Mannschaft war besonderer Ausdruck der beispielhaften Verhaltensweise unserer Sportler. Im Spieljahr 1982/83 wurden wir Meister der C-Liga Ost und schafften den Aufstieg in die B-Liga. Ebenso wurden wir auch Meister der C-Klasse im Kreis Bergstraße. Mehr als 20 Jahre haben wir in unserem Vereinsleben auf diesen Aufstieg warten müssen.

1992 erfolgte durch eine gute Platzierung in der B-Klasse der Aufstieg in die A-Liga. In der Spielrunde 1994/95 war dann allerdings der Abstieg in der B-Liga zu spielen nicht zu vermeiden. Die darauf folgende Saison 1995/96 war dann wieder von Erfolg gekrönt und wir konnten nach 2 Relegationsspielen den Wiederaufstieg in die A-Liga erkämpfen. Bei guten Leistungen in der A-Liga qualifizierten wir uns im Spieljahr 2001/02 für eine Relegationsrunde zum Aufstieg in die Bezirksliga. Die Freude über diesen Erfolg, in der Bezirksliga zu spielen, war groß. Nicht minder erfolgreich war auch unsere Reserve-Mannschaft im Spieljahr 1999/2000 und 2000/01 mit Erringung der Meisterschaft der A-Liga-Reserve-Mannschaften.

Trotz großer Anstrengung im Spieljahr 2001/02 konnten wir die Bezirksliga nicht halten. Die ganz knappen Ergebnisse 0:1 in Lorsch und 1:1 in Affolterbach reichten zum Klassenerhalt nicht aus und wir mussten erneut in die A-Liga zurück. Um die in allen Vereinen einkehrende personelle Not im Fußballbetrieb zu beheben, schafften wir für die Spielrunde 2002/03 eine Spielgemeinschaft. Wir verbanden uns im Seniorenbereich mit unserem Nachbarverein Rot-Weiss Wahlen. Ein Tabellenplatz im oberen Mittelfeld konnte erspielt werden.Bei den jährlich stattfindenden Ortsmeisterschaften im Fußball-Spielbetrieb sind wir viermal Ortsmeister geworden.

Seit dem Jahre 1978 schon betreiben wir mit unseren Nachbarvereinen  Rot - Weiß Wahlen, SV Hammelbach, SV Scharbach und TSV Grasellenbach, eine Jugendspielgemeinschaften mit 130 Jugendlichen. Diese Jugendmannschaften von F – A-Jugend sind weit über unseren Kreis hinaus bekannt geworden.

Auch die sportliche Zusammenarbeit mit dem Verein SG Wald-Michelbach hat sich äußerst vorteilhaft für die Leistungsfähigkeit unserer Jugendspieler ausgewirkt, denn es spielen die Jugendmannschaften heute in Kreisligen und Bezirksligen. Dass unsere Jugendmannschaften gut betreut wurden schlägt sich auch in hohen Anerkennungen nieder. So wurde unserem Verein im Jahre 2001 der Preis der 

              „Sepp-Herberger-Stiftung für gute Jugendarbeit
               in den Vereinen, und an Vereine die in hohem
              Maße den Jugendfußball fördern“

verliehen. Darüber hinaus wurde unser Jugendleiter Gerhard Wiemer im Jahre 2000 mit dem „DFB-Ehrenamtspreis“ ausgezeichnet.

In den Jahren 2000 und 2001 unterhielt der Hessische Fußballverband (Bezirk Darmstadt) auf unserem Sportgelände seinen Stützpunkt „Fußball-Förderschule Region Süd“ für die Jahrgänge 86/87 und 88/89.

Darüber hinaus stellen wir unsere Sportanlage seit dem Jahre 2000 der DFA – Deutsche Fußball-Akademie – zur Verfügung, die eine wirkungsvolle Talentförderung von Jugendlichen betreibt.

Unser Sportplatz 1980 renoviert mit einer Tennendecke, befand sich im Jahre 1994 schon in einem sehr schlechten Zustand. Diese Decke zu erneuern, hat die Gemeinde auf unseren Antrag hin, in ihre finanziellen Planungen aufgenommen. Wohlwissend, dass die Sanierung mit einer herkömmlichen Decke nur die Hälfte Kosten verursacht, haben wir um die Herstellung eines Kunstrasenplatzes mit einer Bewässerungsanlage gebeten. In vielen Gesprächen mit Bürgermeister Dietrich und den Gemeindegremien sowie nach Besichtigungen von Kunstrasenplätzen in Baden-Württemberg und in Bayern, stimmten der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung unserem Antrag zu, als Pilotprojekt im Kreis Bergstraße unseren Sportplatz mit einer Kunstrasendecke auszubauen. Man war überzeugt, dass diese Anlage auf Dauer sich bezahlt macht, da diese sich äußerst pflegeleicht verhält und mindestens 15 – 20 Jahre ohne wesentliche Renovierung auskommt. Im Frühjahr 1997 konnte mit dem Ausbau begonnen werden. Die Nivellierung der Sportplatzfläche zum Dachprofil und die zusätzliche Entwässerungsmaßnahme ließen sich gut bewerkstelligen, so dass nach einem zügigen Ausbau im September 1997 der Kunstrasenplatz dem Verein durch die Gemeinde zum Sportbetrieb übergeben werden konnte.

So haben wir in Affolterbach nun eine herrliche Sportanlage in eigener Regie auf einem 35.500 qm großem Sportgelände mit eingezäuntem Kunstrasenplatz, mit einer modernen Flutlichtanlage, mit einer Zisternenbewässerungsanlage für den Sportplatz, mit einem Kinderspielplatz, einem jederzeit für Kinder und Freizeitsportler 40 x 70 m großen zugänglichen Bolzplatz, einer schönen Begrünung und einer modernen Solar-Heizungsanlage für Brauchwasser. Der Sportkreis Bergstraße verlieh unserem Verein für die vorbildliche Anlage und die umweltgerechten Einrichtungen den „Umweltpreis des Sportkreises Bergstraße 1997“. Mit der Abhaltung des Sportkreistages Bergstraße 2000 in unserer Sporthalle, widerfuhr unserem Verein eine besondere Wertschätzung.

Bei der Übergabe des Kunstrasensportfeldes im Jahre 1997 kamen in einer Ansprache die Verdienste des Ehrenvorsitzenden Peter Heckmann zum Ausdruck.
Zum 70jährigen Vereinsjubiläum am 24.10.1998 haben die Vorstandschaft unseres Vereins und die Gremien der Gemeinde Wald-Michelbach beschlossen, die Sportanlage in „Peter-Heckmann-Sportanlage“ zu benennen.

Diese unsere Sportanlage hat somit einen großen Ausbau erfahren. Er mag und darf nicht abgeschlossen sein. Die Voraussetzungen zum weiteren Ausbau und zur Vervollständigung auf dem 35.500 qm großen Sportgelände sind für so manche Sportart gegeben. So hat der Verein in Absprache mit der Gemeinde dem Motorsport-Club Affolterbach (MSC) am 30.06.2002 die Zustimmung für den Ausbau eines Jugend-Verkehrserziehungsplatzes gegeben.

In den letzten 25 Jahren unserer Vereinsgeschichte sind die Mitglieder und der Vorstand niemals müde geworden, gesteckte Ziele zu erreichen.



Insgesamt hat unser Verein in den letzten 25 Jahren mehr als 1,2 Mio. DM für den Ausbau der Sportanlage aufgebracht und hat mehr als 18.000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Unser Mitgliederbestand beträgt heute 505 Mitglieder.

Wir wissen zu schätzen, dass uns die Gemeinde Wald-Michelbach, der Kreis Bergstraße und die sportlichen Verbände mit erheblichen Mitteln unterstützten. Alleine für den Ausbau des Kunstrasenplatzes stellte die Gemeinde im Jahre 1997 den Betrag in Höhe von 750.000 DM zur Verfügung. Unser Dank gilt auch unseren Spendern, insbesondere der Heinrich – Schlerf - Stiftung, der Coronet - Metallwarenfabrik und der Firma Pedex.

Wir haben versucht den Lesern einen kleinen Einblick in unser Vereinsleben zu verschaffen. So wird es uns niemand übel nehmen, wenn wir auf unsere 81jährige Vereinsgeschichte mit Stolz zurückblicken. Die Liebe zum Sport, die Liebe zum Fußball und die Liebe zu unserem Verein wird uns auch in der Zukunft unzertrennlich zusammenhalten.

So hoffen wir, dass die kommenden Jahre für unseren Verein segensreich sein werden und dass wir in Frieden und Freiheit leben können. Den vielen ungenannten Sportkameraden, die sich nicht minder zur Verfügung stellen, sei an dieser Stelle besonders gedankt.